Einbau von Schiebetüren

Glasschiebetür modern

moderne Glastür

Die Schiebetür ist aus alten Zeiten bereits bekannt. In der Zwischenzeit kam sie ein wenig aus der Mode, doch vor ein paar Jahren meldete sich der Trend der Schiebetüre wieder zurück und eroberte die Wohnräume. So modern wie nie zuvor präsentieren sich die neuen Schiebetürenmodelle der Hersteller auf dem deutschen Markt.

Wer sich für Schiebetüren entscheidet, der holt sich Extravaganz ins Haus. Eine Schiebetüre besitzt im Grunde keine anderen Funktionen wie eine normale Anschlagtür oder Schwenktür. Jedoch ist sie wesentlich Platzsparender und das Aufmachen der Türe ist ein ganz besonderes Erlebnis. Das Aufschieben einer Schiebetüre und das leise Geräusch was dabei entsteht, verleiten automatisch dazu diese Art von Türen lieber zu betätigen. Es ist eben etwas Besonderes und nichts Gewöhnliches.

Da es Schiebetüren in vielen verschiedenen Materialien, Farben und Designs gibt, ist die Auswahl sehr groß. Doch was in erster Linie am wichtigsten ist, ist die Schiebetürenart. Es gibt nämlich verschiedene Anbringungsmöglichkeiten für Schiebetüren. Diese unterschiedlichen Typen sind notwendig, da die örtlichen Gegebenheiten nicht immer optimal sind. Doch mit den unterschiedlichen Führungssystemen ist es fast überall möglich Schiebetüren einzubauen.

Der Einbau von Schiebetüren ist ein großes Thema. Fast jeder Hobbyheimwerker versucht sich am Einbau von normalen Zimmertüren selbst. Doch ist der Einbau von Schiebetüren ebenfalls so einfach und unkompliziert? Mit etwas handwerklichem Geschick und einer guten Aufbauanleitung kann die Anbringung einer Schiebetüre, je nach Modelltyp, sogar noch leichter von der Hand gehen. Doch es kommt auf den Schiebetürentyp an. Im Zweifelsfall gilt immer: Bevor Fehler bei der Montage unterlaufen lieber einen Fachmann zu Rate ziehen oder die Arbeit komplett vom Profi erledigen lassen. Besonders bei der Anbringung von Glas Schiebetüren sollte man Vorsicht walten lassen.

Bevor es jedoch zum Einbau kommt, sollte man sich für einen Typ von Schiebetüre entscheiden. Schiebetüren können in der Wand laufen, es gibt sie in Verbindung mit einem praktischen Kastensystem oder sie können auch vor der Wand mit verdeckter oder offener Führungsschiene laufen. Ebenso können Schiebetüren ein Schienensystem sowohl unterhalb und oberhalb der Türe besitzen, als auch ein Schienensystem, dass nur oberhalb der Türe angebracht ist. Welche Schiebetürart in Frage kommt hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Zum einen gibt der vor Ort vorhandene Platz eine gewisse Art der Schiebetüre vor, zum anderen können gewisse Schienensysteme gezielt ausgewählt werden, wenn die Schiebetüre besonderen Belastungen ausgesetzt sein wird.

Neben der Wahl des Schiebetürensystems sind Design und Türgriff auszuwählen. Die Auswahl ist groß, daher sind hier keine gestalterischen Grenzen gesetzt. Man kann sich für ein Material entscheiden und sowohl Türblatt als auch Türgriff im gleichen Material anfordern. Materialkombinationen sind aber auch ohne weiteres möglich und ergeben oft eine noch wesentlich interessantere Lösung.

Der Einbau

Glasschiebetür Raumteiler

Glasschiebetüre als Raumteiler

Wenn die Wahl auf eine Schiebetüre gefallen ist und man mit der Materie des Türeneinbaus noch nicht so viel zu tun hatte, dann sollte man sich zunächst mit der Art der Türe befassen. Schiebetüren die in der Wand laufen, sind eine sehr elegante Lösung, da die Türblätter im geöffneten Zustand nicht zu sehen sind. Diese Variante bedarf jedoch auch eines großen Aufwands beim Einbau. Im Idealfall plant man solche Schiebetüren bereits bei der Hausplanung mit ein. Wenn dies jedoch versäumt wurde, sind anschließende Umbauten möglich, es können sich jedoch je nach Lage kleine Schwierigkeiten ergeben, die aus dem Weg geschafft werden müssen. Beim Einbau werden die Wände, in denen die Schiebetüren entlang laufen sollen aufgebrochen und ausgehöhlt. Bei massivem Mauerwerk kann sich der Einbau für Laien schwierig gestalten. Bevor der Einbau also stattfinden kann, muss man die Örtlichkeiten vorbereiten. Wenn man mit seinen eigenen Fähigkeiten nicht weiter kommt, sollte unbedingt ein Fachmann zugezogen werden. Viele Fehlerfallen können sich in den Weg stellen, die im Nachhinein mehr Geld in Anspruch nehmen, wie die Bezahlung eines Fachmanns.

Kastensysteme sind ebenfalls für innenlaufende Schiebetüren gedacht. In die Wand wird ein stabiler Kasten gesetzt, in dem die Türe anschließend hin und her schwingen kann, ohne dabei Schaden anzunehmen oder an der Wand zu verursachen. Darüber hinaus kann solch ein Kasten die Laufgeräusche der Schiebetüre enorm mindern. Für Handwerkerlaien kann solch ein Kastensystem für Schiebetüren besser geeignet sein, als die Anbringung ohne Kastensystem. Der Kasten gibt die Montagemöglichkeiten nämlich exakt vor, so können bei der eigentlichen Montage der Schiebetüre nur wenige Fehler begangen werden.

Die vor der Wand laufenden Schiebetüren sind zwar nicht ganz so elegant wie die bereits vorgestellten Varianten, sie können aber mindestens genauso schick sein und sind praktischer beim Einbau. Bei dieser Variante müssen keine Wände aufgebrochen und verändert werden. Das Schienensystem der Schiebetüre wird einfach auf der Wand angebracht. Ähnlich wie bei Gardinenstangen auch, benötigt man Bohrer und Akkuschrauber um die Systeme an die Wand zu bringen. Natürlich muss aber auch hier auf einen sorgfältigen Einbau geachtet werden. Denn wenn das Schienensystem nicht richtig angebracht ist, kann die Schiebetüre nicht richtig hin und her schwingen, was wiederum Schäden und Mängel verursachen kann.

Die vor der Wand schwingenden Schiebetüren gibt es sowohl mit verblendeter Laufschiene als auch mit sichtbaren Schienen. Ob mit oder ohne Blende kommt ganz auf den eigenen Geschmack an. Mit Sicherheit haben beide Varianten ihre Vorzüge. Eine Blende lässt zum Beispiel ein schöneres Gesamtbild entstehen. Eine sichtbare Schiene dagegen kann optisch als Hingucker eingesetzt werden und vergibt zusätzliche Wertigkeit, da diese Schienen in aller Regel optisch edel geformt sind.

Für den Einbau ebenfalls sehr wichtig ist das eigentliche Schienensystem. Wenn das Schienensystem aus zwei Elementen besteht und sowohl eine Leiste für oberhalb und eine für unterhalb der Türe vorgesehen hat, ist sie als besonders stabil einzustufen. Da sie von oben und von unten geführt wird, kann sie beim Aufschieben nicht verwackeln und irgendwo anschlagen. Darüber hinaus eignet sich dieses Schienensystem besonders für sehr schwere Schiebetüren die beispielsweise aus Glas oder Massivholz bestehen.

Doch auch das einfache Schienensystem hat seine Vorzüge. Es gibt keine Bodenleiste die im Boden versenkt werden muss und mit einem hochwertigen Kugellager schwebt die Schiebetüre fast geräuschlos, da sie nur wenig Widerstand überwinden muss.

Beim Einbau muss das Kugellager sorgfältig mit der Schiene und der Schiebetüre verbunden werden. Auch hier besteht oft eine Schwierigkeit, die zusätzlich helfende Hände erfordert. Letztendlich kann man aber mit einer guten Vorbereitung den Einbau von Schiebetüren ohne Zwischenfälle durchführen.