Montage von Schiebetüren

„Do it Yourself” heißt das Motto vieler Handwerker. Warum auch nicht?! Wenn man sich mit dem Handwerk auskennt und gutes Geschick an den Tag legt, dann kann man auf diese Weise viel Geld im Eigenheim sparen. Damit es jedoch nicht zu groben Fehlern kommt, sollte man sich immer im Vorfeld über sein Vorhaben erkundigen. Wenn es um Montage oder Einbau geht, dann bieten die Hersteller oft Anleitungen an, die sehr hilfreich sein können. Aber auch im Internet findet man viele Ratschläge, Tipps und Tricks, die man sich zu Nutze machen kann.

Ein sehr beliebtes Thema im Heimwerker-„Do it Yourself”-Bereich ist die Montage von Schiebetüren. Eine normale Flügeltüre hat der eine oder andere Handwerker bereits eingebaut, doch die immer beliebter werdende Schwingtüre hält auf diesem Gebiet einige Besonderheiten bereit.

Durch gute Beratung zur Montage

Eine gute Schiebetüre gleitet lautlos von einer Seite zur anderen und überzeugt dabei mit einer angenehmen Haptik. Nicht immer kann man diese Eigenschaften einer Schiebetüre zuordnen. Daher kommt es bereits beim Kauf darauf an, dass man auf Qualität und Materialverarbeitung achtet. Die unterschiedlichen Materialien, die bei Schiebetüren verwendet werden, müssen miteinander harmonieren und sollte gut aufeinander abgestimmt sein. Die Qualität der einzelnen Materialien entscheidet darüber, wie lange die Schiebetüre den täglichen Beanspruchungen im Haushalt Stand halten und wie viel Freude man mit ihr haben wird.

Eine gute Schiebetüre zeichnet zusätzlich auch über den Hersteller aus. Ein kundenorientierter Service kann sehr wichtig sein, vor allem wenn mit dem erworbenen Produkt etwas nicht stimmt. Aber auch im Sinne der Selbstmontage ist ein umfangreicher Kundenservice von großer Bedeutung. Beim Kauf sollte man sich also gut über den Hersteller informieren. Ist der Hersteller für gute Qualität bekannt? Hat er eine Kundenhotline eingerichtet? Wenn ja, wie teuer ist ein Anruf beim Hersteller? Wenn ein Problem vorliegt, dann kann ein Telefonat schon einmal über mehrere Minuten gehen. Das böse Erwachen kommt dann meistens erst, wenn die nächste Telefonrechnung ins Haus flattert. Doch nicht nur die Hotlinegebühr kann ein K.O.-Kriterium sein. Wenn die Kundenberatung von inkompetenten Telefonisten durchgeführt wird und man stets zum Kollegen - der vielleicht eine Lösung weiß - verwiesen wird, dann wird die Durchführung der Do-it-Yourself-Montage der Schiebetüre schnell frustrierend. Um dem entgegen zu wirken, ist ein vorläufiges Beratungsgespräch hilfreich, bei dem man bereits erkennen kann, ob Fachkräfte am anderen Ende der Hotline sitzen.

Wenn man jedoch mehr Wert auf eine „face-to-face” Beratung legt, dann sind Fachhändler und Baumärkte oft die erste Wahl. Zufriedenstellende Materialien und Qualitätsstandards findet man in aller Regel eher im Fachhandel, als im Baumarkt. Oft erkennt man minderwertige Schiebetüren bereits am Preis. Hier gilt die Regel, dass man sich nicht von der Optik täuschen lassen sollte. Die wahre Qualität zeigen die Schiebetüren zum einen Bereits bei der Montage und zum anderen in der alltäglichen Nutzung. Für einen Dauerhaften Einsatz im Wohnbereich, sollte man sich also nicht das günstigste Produkt ins Haus holen. Ein hoher Preis bedeutet zwar nicht automatisch, dass das Produkt eine sehr gute Qualität besitzt, aber eine gewisse Qualität kann man eben nur ab einer gewissen Preiskategorie erwarten.

Wer eine persönlichen Beratung - sei es vor dem Kauf oder nach dem Kauf in Hinsicht auf die Montage - nicht benötigt, weil umfangreiche handwerkliche Kenntnisse vorhanden sind, der kann sich komplett auf das Produkt - die Schiebetüre - konzentrieren. Das Angebot an Schiebetüren-Modelle ist sehr groß. Die zahlreichen Schiebetüren besitzen unterschiedliche Schienensysteme, die stets anders angebracht werden müssen. Nicht jede Montage einer Schiebetüre verläuft also gleich. Manche Schienensysteme sind einfacher zu montieren als andere. Einige Schienensysteme sind jedoch nur für spezielle Schiebetüren geeignet. „Montage von Schiebetüren” ist ein umfangreiches Thema, das jedoch Lust auf Heimwerken macht. Eine Selbstmontage einer Schiebetüre ist - mit einer guten Vorbereitung - selbst für einen Laien machbar und hat den netten Nebeneffekt, dass teure Einbaukosten entfallen.

Die Montage

Es gibt unterschiedliche Schiebetüren-Arten, die unterschiedlich montiert werden müssen. Die Auswahl des jeweiligen Systems hängt in der Regel von der Schiebetüre ab, die ausgewählt wurde, oder von den örtlichen Gegebenheiten.

Im Wesentlichen gibt es zwei Konstruktionsarten von Schiebetüren. Entweder wird die Schiebetüren hängend auf dem Schienensystem geführt, oder die Schiebetüre wird stehend über eine Bodenschiene geführt. Je nach Wunsch kann eine Schiebetüre manuell oder elektrisch betrieben werden. Die elektronischen Komponenten sind bei der Montage präzise einzubauen. Nicht jeder Handwerker fühlt sich dieser Tätigkeit gewachsen, daher sollte man in Erwägung ziehen, für diesen Arbeitsschritt einen Profi ans Werk zu lassen.

Jede Schiebetüre besteht aus einem Türblatt, dass unten oder oben mit einem Schienensystem geführt wird. Dieses Türblatt kann aus den unterschiedlichsten Materialien, wie Glas, Holz, Kunststoff, Aluminium oder Edelstahl bestehen. Eine besondere Form der Schiebetüre ist die Falttüre. Entweder die Türe wird an der Wand entlang geführt, oder sie wird mit Hilfe einer Kastenform in die Wand eingelassen. Zweite Variante ist bautechnisch besonders arbeitsaufwendig, daher eignet sich diese - mit Sicherheit elegantere - Schiebetüren-Art am besten, wenn man sie gleich bei der Bauplanung integriert. Ein nachträglicher Einbau ist jedoch auch möglich. Wenn so viel Aufwand jedoch nicht betrieben werden möchte, dann kann die Schiebetüre ganz bequem an der Wand entlang geführt werden, ohne dass die Wand verändert werden muss.

Die Montage benötigt nur wenige wesentliche Schritte. Wenn man davon ausgeht, dass bei der Schiebetüre bereits Griffe vormontiert und entsprechende Löcher bereits vorgebohrt worden sind, dann beginnt man zunächst mit der Anbringung des Schienensystems. Das Schienensystem muss an der Wand stabil montiert werden. Natürlich muss die Wand an sich stabil genug sein, um das Gewicht der Schiebetüre ohne Weiteres tragen zu können. Ebenso werden die Träger am Türblatt montiert. Für die Arbeitsschritte benötigt man eventuell Bohrmaschine, Akkuschrauber, Imbusschrauber und Senkkopfschrauber. Genaue Werkzeugliste ist der Gebrauchsanweisung und Aufbauanleitung zu entnehmen.

Um die Schiebetüre auszurichten, ist das provisorische Einhängen der Türe von Nöten. Einen Schiebetüreneinbau absolviert man aus diesem Grund am besten immer zu zweit. Das Türblatt sollte so positioniert werden, dass es gerade hängt und ebenso geführt werden kann, damit es sowohl im offenen, als auch im geschlossenen Zustand in der Nut entlang läuft. Wenn alles ausgerichtet ist, können sowohl Boden- als auch Kopfleiste verschraubt werden. Für besonders schwere Schiebetüren - zum Beispiel Glas-Schiebetüren - sollte man Spezialschrauben verwenden, damit die Stabilität unter dem Gewicht nicht leiden muss.