Schiebetüren im Einsatz

Schiebetüren sind absolute Highlights im Wohnbereich. Obwohl Schiebetüren sehr beliebt und bekannt sind, kommen sie noch nicht so häufig im Wohnbereich vor. Dabei sind die Schiebetüren-Systeme mittlerweile so ausgereift, dass selbst die Montage kein Akt mehr darstellt. Aber davon abgesehen, muss sich eine Schiebetüre in den Alltag integrieren, ohne dass man sie großartig wahrnimmt. Eine Schiebetüre ist ein Hingucker und ein Augenschmaus, aber dennoch soll sie ihre Funktion erfüllen und ausschließlich im positiven Sinne zur Geltung kommen.

Absolut alltagstauglich

Alltagstauglich sind Schiebetüren allemal. Schiebetüren werden horizontal zur Seite geöffnet. Im Gegenteil zu normalen Zimmertüren, sind Schiebetüren sehr Platz sparend, da die Türblätter im geöffneten Zustand nicht in den Wohnraum ragen. Auf diese Weise kann man den Wohnraum ideal ausnutzen, vor allem, wenn der Platz begrenzt ist.

Wenn man sich seinen Wohnraum einteilen möchte, dann kann man Schiebetüren auch ideal als Raumtrenner verwenden. Schiebetüren haben jedoch den Vorteil, dass sie nicht so starr wie Trennwände sind und die einzelnen Räume fließend zu separieren. Obwohl einzelne Wohnräume entstehen, bleibt dennoch die enge Verbindung zwischen ihnen bestehen.

Die Schiebetüre hat sich noch in vielen weiteren Situationen bewehrt. Eine Glasschiebetüre zum Beispiel ist nicht nur stets modisch aktuell, sondern sorgt gleichzeitig für helle Wohnräume. Das Tageslicht wird bis in die letzte dunkle Ecke getragen, da es nicht durch massive Holztüren aufgehalten wird. Dunkle Flure können auf diese Weise länger auf künstliches Licht verzichten. Das kommt nicht nur der Umwelt sondern auch dem Portemonnaie zu Gute.

Wer es jedoch etwas blickdichter mag, der kann sich zwischen den Materialien Holz, Edelstahl, Aluminium und Kunststoff entscheiden. Den optischen Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Elegant sind Schiebetüren so gut wie immer. Die Designs aus heutiger Zeit bieten ein vielseitiges Angebot. Ob zeitlos oder hochmodern, ob ausgefallen oder unauffällig, Schiebetüren gibt es in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Materialien. Auch die Türgriffe tragen einen entscheidenden Beitrag zur Optik bei. Doch was fast noch wichtiger ist, ist die Haptik, die von ihnen ausgeht. Türgriffe sind das direkte Verbindungsstück zwischen Bewohner und Türe. Eine Schiebetüre muss geräuschlos von einer Seite zur anderen schwingen, doch wenn der Türgriff sich nicht angenehm der Hand anpasst, dann bringt die Nutzung der Schiebetüre keine Freude. Die Auswahl des passenden Türgriffs ist also mindestens genauso wichtig, wie die Auswahl der Schiebetüre.

In verschiedenen Alltagssituationen muss eine Schiebetüre vor allem praktisch sein. Wenn man gerade vom Einkaufen kommt und die Hände voll hat, dann wird eine Zimmertüre schnell zum Hindernis. Praktisch ist es, wenn die Türe nicht ganz verschlossen ist und leicht aufgestoßen werden kann. Wenn die Flügeltüre jedoch zur falschen Seite auf geht, dann muss man die Hände idealerweise frei haben um sie zu öffnen. Das Öffnen mit dem Ellbogen wird zwar auch oft angewendet, ist aber nicht immer erfolgreich. Schiebetüren machen es einem da schon einfacher. Sie können leicht aufgeschoben werden. Doch noch praktischer sind Schiebetüren mit einem elektrischen Antrieb. Sie gehen per Sensor auf und müssen demzufolge nicht mehr berührt werden. Das freut gleich die ganze Familie, denn so gehören Fingerabdrücke auf Türgriffe und Glasscheiben der Vergangenheit an.

Wenn man Schiebetüren in drei Worten beschreiben würde, dann wären das wohl „praktisch, schön und wohnlich”. Schiebetüren vergeben jedem Raum eine ganz besondere Atmosphäre, die mit anderen Zimmertüren nicht erzeugt werden kann. Obwohl Schiebetüren sehr beliebt sind, sind sie immer noch etwas Besonderes.

Schiebetürensysteme für verschiedene Einsatzorte

Doch Schiebetüren sind nicht uneingeschränkt praktisch und überall einsetzbar. Natürlich muss der Platz für eine Schiebetüre auch vorhanden sein. Egal ob die Schiebetüre innerhalb oder außerhalb der Wand entlang läuft, neben der Türöffnung muss so viel Platz vorhanden sein, dass die Schiebetüre komplett an Seite geschoben werden kann. Bei besonders verwinkelten Zimmern ist daher der Einsatz von Schiebetüren nicht immer möglich.

Dort wo aber genügend Platz vorhanden ist, kann gleichzeitig Platz eingespart werden, weil das Türblatt nicht in den Raum hineinragt. So kann man auch diesen Platz gut nutzen. Es entsteht automatisch ein offener Raum, obwohl gleichzeitig Privatsphäre hergestellt wird, da die Abgrenzung der einzelnen Wohnräume gewährleistet ist.

Schiebetüren gibt es in zwei wesentlichen Ausführungen. Entweder wird eine Schiebetüre hängend oder stehend geführt. Bei einer hängenden Schiebetüre befinden sich die Schienen, des Schienensystems oberhalb der Türöffnung. Bei der stehenden Schiebetüre wird die Schiebetüre über eine Bodenschiene geführt. Welches Schienensystem nun zum Einsatz kommt, kommt ganz auf die nötige Stabilität an. Für besonders stabile Systeme, die beispielsweise schwere Glas-Schiebetüren führen müssen, ist eine Kombination aus beiden Schienensystemen ratsam. Da werden die Türblätter sowohl oben als unterhalb der Türe stabilisiert.

Die einbaufreundlichste Variante ist mit Sicherheit das hängende Schienensystem. Es wird sowohl an Wand, als auch am Türenblatt montiert. Besondere Umbauten an Wand oder Türe sind nicht nötig. Bei der stehenden Variante ist dies schon etwas aufwändiger, da die Bodenschiene idealerweise in den Boden eingelassen werden wird. Es gibt aber auch Lösungen, wo die Leiste auf dem Bodenbelag liegt. Hier muss man aber darauf hinweisen, dass eine bestimmte Stolperfalle bestehen bleibt.

Eine besonders elegante Lösung von Schiebetüre ist das Einlassen in die Wand. Die Schiebetüre wird nicht außen an der Wand entlang geführt, sondern verläuft innerhalb der Wand, so dass sie im offenen Zustand nicht mehr zu sehen ist. Dieser Einbau ist jedoch arbeitsaufwändiger und bedarf einem größeren, handwerklichen Wissensstand.

Im Alltagstest zeigt sich schnell, dass der Vorteil der Schiebetüren im Gegensatz zur Drehflügeltüre bei der Verteilung des Gewichtes liegt. Das Gewicht des Türblattes wird auf mehrere Aufhängungen verteilt und belastet auf diese Weise das Material nicht so stark, wie bei einer seitlichen Angel. Besonders schwere Türen haben so eine wesentlich größere Chance auf Langlebigkeit.

Mögliche Nachteile von Schiebetüren sind die Pflege der Schienensysteme, da diese nicht so leicht zugänglich sind. Schiebetüren können eventuell nicht so schalldicht sein, wie Drehflügeltüren, allerdings kommt es hier auch speziell auf das Modell der Schiebetüre an. Wenn man auf eine entsprechende Qualität achtet, dann hat man nichts zu befürchten. Eine Schiebetüre kann alle Funktionen einer normalen Drehflügeltüre erfüllen und bringen darüber hinaus viele positive Extras mit. Gutes setzt sich eben durch, denn was die wenigsten wissen, Schiebetüren lassen sich durch Ausgrabungen in Pompeji bis ins 1. Jahrhundert nach Christus zurückverfolgen. Man kann also davon ausgehen, dass selbst die Römer schon in den Genuss von Schiebetüren kamen.