Wintergarten mit Schiebetüren

Schöne Sommerstunden gibt es nicht nur zur warmen Jahreszeit. Wenn im Winter die Sonne scheint, dann möchte man am liebsten raus um die Natur des Gartens und die Ruhe des Winters zu genießen. Doch zum Verweilen lädt die Kälte nicht gerade ein. Die Lösung heißt: Wintergarten.

Der Traum jedes Hausbesitzers ist der flexible Wintergarten. Im Sommer können die großen Glasfronten geöffnet werden, um den Wintergarten zur Terrasse um zu funktionieren. Im Winter spendet der Wintergarten Wärme und Geborgenheit und lädt zum Verweilen ein.

Planung in 4 Schritten

Der Bau eines Wintergartens sollte gut überlegt sein. Die Anschaffung ist schließlich einmalig, daher sollte er bereits nach dem Bau alle Wünsche und Vorstellungen erfüllen, damit teure Nachrüstungen und Umbauten verhindert werden. Diese Überlegungen kennt man bereits als Hausbesitzer vom Hausbau, doch beim Wintergarten ist man dann doch noch mal ein Stück wählerischer, da er das Highlight des Hauses darstellt.

Die Internetseite Wikipedia beschreibt den Wintergarten wie folgt: „Als Wintergarten bezeichnet man einen Anbau an ein Gebäude oder ein selbständiges Bauwerk, dessen Dach und Seitenwände größtenteils aus Glas bestehen.” Das Dach kann aber ebenso aus Dachschiefer oder Dachpfannen bestehen.

Der erste Schritt in Richtung Wintergarten umfasst die Konstruktion und das Material. Wer es im Sommer luftig und im Winter warm haben möchte, der sollte seinen Wintergarten in jedem Fall mit großen Schiebetüren aus Glas ausstatten. Das Angebot auf dem Wintergarten-Markt ist groß. Aus diesem Grund fühlt man sich als Laie bei der Auswahl schnell überfordert. Um dem entgegen zu wirken, lohnt es sich in jedem Fall einen Fachhändler aufzusuchen um sich die passende Beratung einzuholen. Das Rahmenmaterial ist ganz entscheidend. Es vergibt den optischen Look, ist für die Stabilität zuständig und entscheidet über die Langlebigkeit des Wintergartens. Qualität ist also das”A und O”, deswegen sollte man vor allem bei diesem Punkt nicht zu sehr sparen. Eher ungewöhnlich für Wohn-Wintergärten ist die Verwendung von Stahlkonstruktionen. Stahl ist zwar besonders Stabil und kann sehr elegant wirken, jedoch kennt man diese Variante eher aus dem Gewächshausbau. Dennoch gilt bei der Planung des eigenen Wintergartens „nichts ist unmöglich”. Aus diesem Grund sollte man ganz nach den eigenen Wünschen entscheiden. Ob Kunststoff, Aluminium oder Holz... jedes Material hat seine Vorteile, die je nach den eigenen Vorstellungen mehr oder weniger zum eigenen Wintergarten passen. So kann der Wintergarten in runder oder einer Mehreckbauform konzipiert werden. Farblich sind ebenfalls keine Grenzen gesetzt. Das Rahmenmaterial des Wintergartens kann passend zur Hausfassade oder aber kontrastreich ausgewählt werden. Zur Auswahl der Konstruktionsform gehört auch eine ordentliche Isolierung. Nur so kann man die Raumtemperatur des ganzen Hauses auch im Wintergarten aufrechterhalten. Dies ist vor allem im Winter von großer Bedeutung.

Wenn man sich für Glasfronten in Verbindung mit Schiebetüren entschieden hat, dann hat man den großen Vorteil, dass man im Sommer nur noch ein Dach über sich hat, da die Außenwände aufgeschoben werden können. Da so große Schiebetüren sehr schwer sein können, ist es von großem Vorteil, wenn man ein leichtgängiges Schienensystem eingebaut hat. Ein elektrischer Antrieb vereinfacht noch einmal zusätzlich das Öffnen und Schließen großer Glasfronten dank einem einfachen Knopfdruck. Der große Anteil an Glas ist letztendlich für die besondere Atmosphäre zuständig. Es lässt das natürliche Tageslicht in den Innenraum fallen, als säße man draußen im Garten. Der uneingeschränkte Blick nach draußen macht das Feeling perfekt. Für die Schiebetüren und den Wintergarten sollte man jedoch nicht jedes Glas in die engere Auswahl nehmen. Hochwertiges Funktionsglas kann wesentlich mehr, als nur das Tageslicht hindurch zu lassen. Ein Wintergarten besteht aus einem großen Glasanteil und aus einem geringerem Anteil an Baumaterial. Mit herkömmlichen Glas würden sich die Glasflächen sehr schnell erwärmen aber genauso schnell wieder auskühlen. Aus diesem Grund sollte man sich für Funktionsglas entscheiden, dass für eine gute Isolierung sorgt. Konkret bedeutet das, dass das Glas der Schiebetüren einen möglichst geringen k-Wert (Energieverlust), dafür aber einen hohen g-Wert (Energiegewinn) besitzen sollte. Wenn man sich an diese kleine Regel hält, dann geht die Rechnung auf. Denn schließlich kann man zu hohe Temperaturen schnell regulieren, wogegen ein zu kalter Wintergarten noch mehr Heizkosten bedeutet. Jedoch muss man dabei auch beachten, dass die Energiegewinnung zu allen Jahreszeiten hoch ist. Im Winter ist das natürlich gerne gesehen, im Sommer sollten man jedoch für einen ausreichenden Sonnenschutz und für eine gute Belüftung sorgen. Der zweite Schritt zum perfekten Wintergarten dreht sich also rund um das richtige Glas für die großen lichtdurchlässigen Flächen.

Als drittes sollte das Augenmerk - wie bereits angedeutet - auf eine ausreichende Beschattung gerichtet werden. Sowohl das Dach, als auch die großen Schiebetüren können mit Markisen und Rolladen aufgerüstet werden. Zum einen hat man die Möglichkeit, die Beschattung von Innen anzubringen. Dies hat den Vorteil, dass man bei einem möglichen Defekt einfacher an die Jalousien herankommt. Das Material der Produkte ist den Wettereinflüssen nicht ausgesetzt und kann auf diese Weise günstiger ausfallen. Jedoch muss man bedenken, dass die Wärme der Sonne bereits in den Wintergarten eingetreten ist, wenn die Jalousien die Strahlen abhalten. Daher muss für eine ausreichende Belüftung innerhalb des Wintergartens gesorgt werden. Bei einer Außenbeschattung sind höhere Anforderungen an Produkt und Material gestellt. Aus diesem Grund sollten Markisen, Jalousien und Rollos aus robusten, wetterfesten und farbechtem Material gefertigt sein. Ein Sonnenschutz der von Außen angebracht ist, hat den großen Vorteil, dass die Sonnenstrahlen bereits abgehalten werden, bevor sie auf die Glasflächen treffen können. Auf diese Weise können bis zu 60 Prozent der Sonnenstrahlen abgeleitet werden. Egal ob Innen- oder Außenbeschattung, am praktischsten ist mit Sicherheit der Sonnenschutz der mit einem elektrischem Antrieb ausgestattet ist. Zusätzlich können diese Produkte mit einem Thermostat, Hygrostat, einer Zeitschaltuhr und einem Helligkeitssensor ausgestattet werden. Doch es geht auch ganz anders. Mit Hilfe von Pflanzen in Form von Bäumen und Hecken kann eine natürliche Beschattung eingerichtet werden. Mit dieser natürlichen und grünen Variante hat man auf der einen Seite eine preisgünstige und auf der anderen Seite eine verschönernde Möglichkeit, seinen Wintergarten sommerfest zu gestalten.

Wie bereits erwähnt, sollte man als vierter Punkt auf eine ausreichende Belüftung achten. Hier können die Schiebetüren des Wintergartens aktiv zum Einsatz kommen. Im Wesentlichen unterschiedet man zwischen natürlicher und automatischer Belüftung. Bei der automatischen Belüftung können elektrische Lüftungsanlagen eingebaut werden. Jedoch ist eine natürliche Belüftung wesentlich kostengünstiger und gehört bei der Wintergartennutzung schnell zum automatischen Ablauf dazu.